Forest Gump, der Überlebenskünstler, mein Opa und ich, bzw. mein Kopf
29. Oktober 2008“Lauf Klaudia, lauf!” denke ich, wenn ich jogge, insbesondere, wenn ich die Tausendfüßler-Brücke über die A42 überquere.
Ich denke an Rüdiger Nehberg beim Laufen. Sein Buch “Überleben ums Verrecken: Das Survival-Handbuch” hat mich vor der lange Zeit gehegten Schreckensphantasie erlöst, ich würde nach 45 Minuten halbtot umfallen, wenn ich nicht vor dem Laufen etwas essen würde.
[foto: ©photocase user Muckomat34]
Und ich denke an meinen Opa. Der war nämlich Schuster damals und wanderte stunden- und tagelang durch die slowenischen Täler und Berge, um seinen Kunden auf den weit verstreuten Gehöften der Umgebung die Schuhe zu reparieren oder neue anzufertigen. Das Laufen steckt mir im Blut, sage ich mir dann, wenn meine Beine meinen, es sei an der Zeit die Füße hochzulegen.
Manchmal, wenn mich beim Laufen eine Art Langeweile überfällt oder ich zu sehr über die Reaktionen meines Körpers nachdenke, versuche ich wie Martin Strel, während des Laufens in Gedanken Karten zu spielen und mir so die Zeit zu vertreiben. Aber, naja, das klappt nicht so gut. Dafür habe ich mir immerhin schon eine komplette Fotostory für mein noch geheimes Fotoprojekt ausgedacht und ausgemalt.
“Laufen ist reine Kopfsache!” sagen ja viele. Und, ja, ich stimme dem zu. Bei mir ist es aber auch noch sehr viel Körpersache. Allerdings: mit dem Kopf läuft’s sich besser.















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