Reisen til Norge
8. Juli 2009Meine Norwegen-Tour steht kurz bevor. Am Samstag fliege ich nach Oslo, am Sonntag sitze ich in der Bergenbahn nach Finse und dann geht’s auf Schusters Rappen Richtung Aurlandsfjord.

In fünf Tagen oder so. “Oder so”, weil ich mir nicht ganz sicher bin, ob das in der Zeit klappt. Theoretisch ja, aber praktisch ist das unsicher, denn:
- ich bin noch nie fünf Tage hintereinander gewandert
- die Strecke ist mir völlig unbekannt
- das Wetter soll regnerisch sein
- ich muss bis Samstag lernen einen Kompass zu bedienen (muss ich?)
- ich werde selten, wenn überhaupt Netzempfang haben
- ich könnte bei der schönen Landschaft alles um mich herum vergessen, die Orientierung verlieren und mich daher einer Lemmingwanderung anschliesssen und dann.. ihr wisst schon
Das schreckt mich natürlich alles nicht ab. Ich habe zwar noch nie soviele Reisevorbereitungen, wie für diese Tour, getroffen, habe mich aber auch noch nie in so eine menschenleere Gegend begeben. Vorsichtshalber mache ich die Wanderung diesmal nicht allein, auch wenn mir danach wäre. Ich könnte tagelange zwischenmenschliche Kommunikationsabstinenz ganz gut vertragen. Mein Begleiter ist ein wandererfahrener Freund, der zudem auch noch Krankenpfleger, also ne ganz gute Partie ist.
Schon wieder stelle ich fest, dass ich hier wieder ein wenig am geplanten Thema vorbeigeschrammt bin. Dieser Beitrag hieß bis gerade eben noch “I am not lost, I am exploring”. Jetzt heißt er halt “Reisen til Norge”, also “Reise nach Norwegen”.
Übrigens: ich werde nicht niemals in einem Fjord schwimmen! Um eine amouröse Punktlandung zu machen, habe ich mich damals mal kurzzeitig mit Fjorden beschäftigt. Ja, ich wollte mit Wissen überzeugen. Heute weiß ich, dass das nur ganz bedingt funktioniert. Ich weiß jetzt aber auch, dass ein Fjord kein Ententeich ist und dass ich wahrscheinlich eher im Amazonas schwimmen würde, auch wenn ich das auch schon mal als undenkbar bezeichnet habe.
Ich übersetze jetzt noch Rüdiger Nehbergs überlebenswichtige Vokabelliste ins Norwegische. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen.
[Foto von *saipal bei Flickr]















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