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Ich bin der Antiplast

So, 2009 ist so gut wie um. Es war bis auf den letzten Monat ein großartiges Jahr mit viel Inspiration, Freundschaft, Liebe, Spaß und Groovyness. Ich bin mir sicher, das kommende Jahr wird mindestens genauso gut. Etwas wird sich aber ändern, so hoffe ich.

Vor Kurzem habe ich in einem Bahnhofs-Drogeriemarkt so ein kaltes Latte-Macchiato Getränk gekauft. In der S-Bahn habe ich es in drei Schlucken leergetrunken. Als ich das Plastikfläschen in den Müllbehälter stopfte dachte ich: “Was mache ich denn da? So ein dickes Stück Plastik für 20 Sekunden Trinkvergnügen?!” Echt, das habe ich gedacht. Ich bin weder total umweltbewußt, noch das absolute Gegenteil davon. Irgendwas dazwischen, wie die meisten wahrscheinlich. Aber das war ein Schlüsselerlebnis. Dann habe ich im Supermarkt mal darauf geachtet, was ich so alles in den Einkaufswagen packe: Käse, Toast, Milch, Shampoo, Pomelo, Tomaten… überall Kunststoff.

Antiplasts unite!
Bild: photocase.com

Ich habe bisher nur eine vage Vorstellung davon, wie sich dieser Plastikkonsum auf die Umwelt auswirkt. Keine Zahlen, Daten, Fakten. Es ist auch nicht so, dass mich diese Messbarkeit je großartig beeindruckt hat. Es werden täglich Regenwaldflächen in der Größe von 123* Fußballfeldern plattgemacht, die Entfernung zwischen Erde und Mond sind 1.563.672* Kühlschränke und man könnte 73.684* langgezogene Schweinedärme um Deutschland herum legen. O-keh! Zahlen berühren mich nicht sehr. Aber schon, was das mit mir, meinem Körper, meiner Zukunft, meinem tier- und menschenliebenden Herzen macht. Also was macht soviel Plastik in meinem Leben mit mir, meinem Körper, meiner Zukunft, meinem tier- und menschenliebenden Herzen?

Das will ich herausfinden. Ganz unwissenschaftlich, unverbissen und entspannt. Und deswegen gibt es für dieses Jahr eine Challenge für mich. Auch eine Transformation: ich werde der Antiplast! Yeah!

Ich werde versuchen, so wenig Kunststoff wie möglich zu benötigen. Das ist schon eine Herausforderung. Allein heute bei meinem heutigen unbedachten Silvestereinkauf habe ich bestimmt ca. 500 gr Plastik gekauft (Shampoo, Badeschaum, Toast, Zahnpasta, Hüttenkäse…) Ich werde sicher nicht alles vermeiden können und auf manches auch nicht verzichten wollen. Ich werde jedenfalls versuchen, weniger Kunststoff, den ich nach 2 Tagen wieder in die Tonne schmeißen würde, nach Hause zu schleppen.

Wer macht mit? Antiplasts unite!

*alle Zahlen erfunden

2 Antworten to “Ich bin der Antiplast”

  1. Ralf sagt:

    Ach, was hat Dich denn im letzten Monat so unschönes ereilt? Und hoffentlich ist es wieder weg!

    Brot statt Toast ist ein Anfang ;-)

  2. Klaudia Pirc sagt:

    ich dachte schon, jetzt kommt der “Brot statt Böller” Spruch :)

    ja, Brot kaufe ich normalerweise auch. Nur in letzter Zeit halt häufiger nicht. Obwohl ich es lieber mag. Wird mir also nicht schwer fallen.

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